Backlinks kaufen oder mieten


Warum Webseiten Links kaufen nicht zu empfehlen ist

Webseitenbetreiber können Backlinks kaufen und so das Ranking ihrer Seite maßgeblich beeinflussen. Nachfolgend sollen die Vor- und Nachteile des Linkaufbaus durch gekaufte oder gemietete Links beleuchtet werden.

Eine gute Idee und ihre Kehrseite

Der Gedanke hinter Googles PageRank ist einleuchtend: Je öfter eine Webseite A von anderen Seiten (B, C, D...) per Backlink empfohlen wurde, um so höher musste die Qualität der Homepage A sein, was sich folgerichtig in der besseren Platzierung im Suchmaschinen-Ranking niederschlug.

Doch die Webmaster erkannten schnell, dass sie hier eine Stellschraube zur Verfügung hatten, über die sie das Ranking ihrer Seite unabhängig von der Qualität des eigenen Contents selbst beeinflussen konnten. In der Folge etablierten sich Linkfarmen und Linkbroker, die ihre Dienste in Sachen Linkbuilding offerierten.

Wer aber über gekaufte bzw. gemietete Backlinks das Ranking des eigenen Webauftrittes steigern möchte, sollte sich über die Vor- und Nachteile dieser Variante des Linkaufbaus bewusst sein.

Linkmiete und Linkkauf durch Linkbroker

Zur Steigerung der eigenen Linkpopularität nutzen viele Webmaster seit Jahren die Angebote diverser Linkbroker. Was für den Besucher einer Webseite den Eindruck des Empfehlungsmarketings erweckt, sind letztlich gekaufte oder gemietete Links im Sinne des Page-Rankings für die eigene Homepage.

Der Vorteil: Der im Grunde langwierige Prozess des Linkbuildings lässt sich erheblich verkürzen und die Linkpopularität innerhalb geringer Zeiträume steigern.



Der Nachteil: Wahllos Backliks kaufen oder mieten birgt das Risiko hoher Streuverluste - zum Beispiel bei Backlinks von thematisch divergierenden Webseiten - und lässt den ursprünglich erhofften Effekt ins Leere laufen. Zudem ist der Markt nur schwer überschaubar und unseriöse Linkbroker sind selten auf den ersten Blick erkennbar.

Linkmiete in geschlossenen Netzwerken

Zahlreiche Unternehmen offerieren ihren Kunden die Linkmiete in geschlossenen Netzwerken, jedoch bieten diese Netzwerke nur begrenzte Möglichkeiten.

Zwar versetzen sie Webmaster in die Lage, den Auf- und Ausbau eines eigenen Linknetzwerkes zügig voranzutreiben, doch sind Backlinks aus geschlossenen Netzwerken für Suchmaschinen relativ leicht zu identifizieren und fallen dann – einmal entwertet – für die Steigerung des Page-Rankings aus.

Linkmiete auf Textlink-Marktplätzen

Im Gegensatz zu geschlossenen Netzwerken sind Textlink-Marktplätze für Suchmaschinen nur schwer als Linknetzwerke zu erkennen. Neben der schnellen Verfügbarkeit von Backlinks anderer Webseitenbetreiber lässt sich mit dem Vermieten eigener Ressourcen selbst Geld verdienen. Zudem ist es möglich, gezielt themenrelevante Verlinkungen zu platzieren, was die Wertigkeit des Backlinks steigert.

Aber: Inzwischen sind die prominentesten Linkbroker den Suchmaschinen als Linkverkäufer bekannt, was die gekauften Backlinks entwertet.
Zudem ist das Mieten von Links langfristig kostenintensiv und nur dann wirtschaftlich vertretbar, wenn durch bessere Platzierungen in den Suchmaschinen die gestiegenen Umsätze die Mietkosten für Backlinks übertreffen.

Gekaufte Links oder einmalig bezahlte Beiträge auf thematisch adäquaten Webseiten

Wer die Risiken offener oder geschlossener Linknetzwerke umgehen möchte, muss mehr Zeit in die Recherche nach geeigneten Webauftritten zur Platzierung der eigenen Backlinks investieren. In Form von Content-Sponsoring oder dem Verfassen von Gastbeiträgen lassen sich so qualitativ hochwertige Links als themenbezogene permanente Backlinks realisieren. Der langfristig zu erwartende Erfolg überwog lange Zeit die hohen Anfangsinvestitionen.

Backlinks kaufen? Google straft rigoros ab!

Bei allem Pro und Contra in Sachen Linkkauf soll nicht unerwähnt bleiben, dass Google seit dem Frühjahr 2010 einen verbesserten Algorithmus zur Bekämpfung von Linkspam testet. Webseiten, die unter dem Verdacht stehen, mit gekauften Backlinks ihr Ranking zu verbessern, wurden herabgestuft. Eine weitere Folge der Beeinflussung des PageRanks durch gekaufte Backlinks ist die stärkere Gewichtung der Domainpopularität und die gleichzeitige Abwertung des Faktors Linkpopularität im neuen Algorithmus zur Ermittlung des Page-Rankings. Spätestens seit Google's Penguin Update im April 2012 und die Abstrafung vieler Webseiten, bei denen gekaufte Links vermutet werden, scheint der Linkkauf/Linkverkauf seine eh schon fragwürdige Daseinsberechtigung verloren haben.



Auswirkung der Linkfluktuation auf den Rankingfaktor

Abschließend noch einige Worte zur Bedeutung der Linkfluktuation, auch wenn SEO-Experten durchaus geteilter Meinung über deren Auswirkung auf den PageRank sind. Generell drückt die Linkfluktuation das Verhältnis von wegfallenden zu neu gesetzten Backlinks aus.

Im schlimmsten Fall können bei Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Linkbroker in großem Umfang wegfallende Links zu einer Verschlechterung des Page-Rankings führen. Aus diesem Grund sollte die Linkfluktuation für Suchmaschinen möglichst unauffällig gehalten werden.

Dies ist realisierbar, in dem der Linkaufbau stets mit einem gewissen Feingefühl und vorausschauend erfolgt sowie gekaufte Backlinks auf verschiedene Broker verteilt sind und später durch organisch gewachsene Links ersetzt werden.

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