Webkatalog ohne Backlink



Backlinks durch Webkataloge - Pro und Contra

Oft werde ich gefragt, was von einem Webkatalog ohne Backlink Pflicht zu halten ist?
Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung haben Webseitenbetreiber auch die Möglichkeit, ihre Backlinks in geeigneten Webkatalogen zu platzieren. Das Angebot aber ist schier unüberschaubar. Und viele wissen weder, welchen Stellenwert diese Verlinkungsstrategie im gesamten Linkmix hat noch, wie sie gute Webkataloge von den schwarzen Schafen unterscheiden können.





Was ist ein Webkatalog?

Grob formuliert ist ein Webkatalog ein thematisch sortiertes Verzeichnis von Internetadressen. Im Gegensatz zu Suchmaschinen, werden Webkataloge redaktionell betreut.

Als Nebenprodukt bei der Herausbildung der Suchmaschinen Anfang der 90er Jahre entstanden, existiert heute eine Vielzahl von Webkatalogen, die nicht nur online, wie der Name vermuten lässt, sondern auch als Printmedium angeboten werden. Neben kostenlosen Webverzeichnissen konnten sich zahlreiche über Einträge finanzierte Webkataloge etablieren, die als potentielle Trägermedien für Backlinks in Frage kommen. Ein weites Entscheidungsfeld also für Webmaster, aber der Reihe nach...

Kostenlose Backlinks durch Webkatalog ohne Backlink Pflicht

Wer seine Seite schnell und kostengünstig bekannt machen und nebenbei noch seine Linkpopularität steigern möchte, kann sich in kostenlosen Webkatalogen eintragen. Einer der prominentesten Vertreter dieser Gattung ist das Open Directory Project dmoz.de, das nach eigenen Angaben Größte von Menschen editierte Linkverzeichnis im Internet. Wer es schafft da rein zu kommen, hat Glück gehabt, denn von zahlreichen Lesern und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sehr schwer ist dort gelistet zu werden. Anträge auf Aufnahme in DMOZ werden selten beantwortet und noch seltener erfolgt ein Eintrag.

Weitere kostenlose Anbieter ohne Backlinkpflicht sind kostenlos-eintragen.de sowie de-linkliste.de.

Webkatalog Aufnahme gegen Backlink oder Bezahlung

Dem gegenüber stehen Webkataloge mit Backlink Pflicht. Einige Anbieter verlangen für den kostenlosen Eintrag im Webverzeichnis als Gegenleistung das setzen eines Backlinks zum jeweiligen Katalog. Hierzu zählen unter anderem webkataloge.de.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich gegen Zahlung einer Gebühr in Webkatalogen listen zu lassen, so zum Beispiel bei web.de oder yahoo.com. Das kann sich für manche durchaus lohnen.



Vorteile und Nachteile sowie das Kosten/Nutzen-Verhältnis

Stellt sich die Frage nach dem Sinn von Webkatalogen, denn wer sucht tatsächlich in Webverzeichnissen nach relevanten Inhalten und weshalb sollen Webmaster ihre Seiten in diesen Verzeichnissen eintragen?

Die deutlich größere Präferenz der Internetnutzer liegt zweifellos auf den bekannten Suchmaschinen. Doch wer die Eintragung in einen Webkatalog nicht der größeren Bekanntheit seiner Homepage oder der zu steigernden Besucherzahlen erwägt, trifft unter dem Gesichtspunkt der Erhöhung der Linkpopularität durchaus eine richtige Entscheidung.

Eine Ausnahme bilden hier jedoch Webverzeichnisse, die als Printversion vertrieben werden, so zum Beispiel der Omnibus-Atlas von Mercedes-Benz, der Hotels gegen Gebühr in seinem Katalog listet.

Google und Webkataloge

Wie wirkt sich das Linkbuilding mittels Webkataloge auf den PageRank bei Google aus? Auch unter dem Blickwinkel, dass viele dieser Links im fünften Unterverzeichnis eines Webkataloges zu finden sind?

Beim Suchmaschinengiganten geht es vor allem um die Qualität einer Seite, auf der sich der Backlink befindet, und Qualität misst Google neben den Zugriffszahlen (Unique User) auch am PageRank des Katalogs, von dem der Backlink ausgeht. Wird der Webkatalog mit einer PageRank-Wertigkeit 7 von Google eingestuft, besitzt nur die Startseite des Kataloges den PageRank 7. Wird dieser nicht vererbt, nützt der Backlink im fünften Unterverzeichnis des Katalogs gar nichts. Die gute Nachricht: Er schadet auch nicht.

Kosten/Nutzen-Verhältnis abwägen

Die Frage nach dem Kosten/Nutzen-Verhältnis einer Eintragung in einem Webkatalog ohne Backlink Pflicht oder mit – ob nun online oder in gedruckter Form - muss jeder Webmaster selbst beantworten. Ausgehend von der Ausrichtung der jeweiligen Seite sowie der Zielgruppe sollten die Präferenzen klar definiert sein. Letztlich ist es wie mit so vielen Dingen im Leben: Die Mischung macht's und ein gesunder Mix aus kostenpflichtigen sowie kostenlosen Einträgen sollten eine gesunde Balance bilden.

Auf der Suche nach geeigneten Webkatalogen kann Googles Toolbar hilfreich sein. Über diese lässt sich der PageRank des jeweiligen Webverzeichnisses ermitteln. Neben dem PageRank sollte auch die Themenrelevanz des Kataloges zur eigenen Webseite eine wichtige Entscheidungshilfe sein. Auch sollte vorab geprüft werden, ob es sich bei den Backlinks durch Webkataloge um "Do-Follow"-Links handelt.

Webkatalog ohne Backlink - Fazit:

Backlinks durch Webkataloge ohne Backlink Pflicht, stellen gerade am Anfang einer Linkaufbau Kampagne eine ressourcenschonende Möglichkeit dar, strategischen Linkaufbau zu betreiben, um die Linkpopularität und Domainpopularität einer Seite zu erhöhen. Ein paar themenrelevante Webkatalog Links sollten in keinem ausgewogenen Linkmix fehlen.
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